Raiffeisen Capital Management "Märkte unter uns" Juli 2026
Nicht nur über den bisherigen Verlauf der Fußball-WM, auch über die erste Hälfte des Kapitalmarktjahres lässt sich resümieren. Die Leiterin des Internationalen Währungsfonds hat kürzlich in einem Interview angemerkt, dass die Welt lernen muss, mit dauerhaften Schocks zu leben, zumal die Weltwirtschaft mit häufigeren Krisen konfrontiert ist. Das ist zwar ein ernüchternder Befund, entspricht jedoch den Realitäten. Trotz des geopolitischen Konflikts am Persischen Golf und um die Seestraße von Hormus hat das Jahr 2026 die ursprünglichen Ertragserwartungen bei riskanten Anlageklassen bislang klar übertroffen. Zahlreiche Aktienmarktstrategen haben ihre Jahresendziele für den S&P 500 Index mehrfach nach oben angepasst. Und obwohl sich die fundamentalen Rahmenbedingungen infolge des Ölpreisanstiegs und der anziehenden Inflation etwas eingetrübt haben, wird aufgrund des KI-Investitionszyklus, des stabilen Arbeitsmarktes und des bislang ungebrochenen Privatkonsums ein globales Wirtschaftswachstum von rund drei Prozent prognostiziert und die Rezessionswahrscheinlichkeit als gering angesehen. Allerdings divergieren die Weltregionen deutlich. So ist die Euro-Zone einmal mehr am stärksten betroffen, angesichts der hohen Abhängigkeit von Energieimporten. Darüber hinaus sah sich die EZB infolge der Inflationsgefahren zum Handeln gezwungen und hat die Leitzinsen angehoben. In Asien sind China und Japan auch aufgrund der enormen strategischen Ölreserven weitgehend unbeschadet durch die neuerliche Energiekrise gekommen. Bei den globalen Makrodaten haben sich die Frühindikatoren nur zwischenzeitig abgeschwächt und sind relativ schnell in den expansiven Bereich zurückgekehrt. Auch die Analystenschätzungen für die Unternehmensgewinne halten sich bislang auf hohem Niveau, was derzeit maßgeblich auf die Dynamik bei den Halbleiterherstellern zurückzuführen ist, die besonders stark vom KI-Boom profitieren. Die Stimmung am Kapitalmarkt ist, abgesehen von kurzen Unterbrechungen, durchgehend positiv und weitgehend unbeeindruckt von den geopolitischen Verwerfungen, was sich zuletzt auch an der Euphorie rund um SpaceX, dem größten Börsengang der Geschichte, gezeigt hat. Sollten sich die Hoffnungen erfüllen, dass der US-„deal“ mit dem Iran Bestand hat und die globalen Lieferketten wieder weitgehend funktionieren, dürften sich die Wirtschaftsdaten auch in der Euro-Zone sukzessive verbessern und rückläufige Preisindikatoren Druck von den Notenbanken nehmen. Wir bleiben in Aktien leicht übergewichtet.
Marktumfeld – Anleihemärkte
Anleiheerholung setzte sich im Juni weiter fort
Mit der zunehmenden Wiederaufnahme der Energieexporte durch die Straße von Hormus und dem damit einhergehenden Ölpreiseinbruch (rasch retour auf das Niveau von vor Kriegsbeginn) gingen auch die Inflationserwartungen am Markt (zu Recht) stark nach unten. Und damit sank auch das Niveau der Anleiherenditen. Was Anleiherenditen trotzdem immer noch höher hält als vor Kriegsausbruch ist die Markterwartung weiterer Leitzinsanhebungen, sowohl in den USA als auch in der Eurozone (mehr dazu später). Aber trotzdem reichte es damit für leicht tiefere Anleiherenditen im Juni und eine positive Anleiheperformance quer über alle Anleiheklassen.
Konkretes Beispiel: Zehnjährige deutsche Staatsanleihen notierten vor Kriegsausbruch bei einer Rendite von 2,7 %, erreichten während des Ölpreisschocks eine Spitze von fast 3,2 % und sind jetzt wieder auf rund 2,9 % retour. Staatsanleihen aus der Eurozone verbuchten im Juni entsprechend eine Monatsperformance von rund einem halben Prozent und konnten damit sogar mit der Monatsperformance von Unternehmensanleihen mithalten. Deutlich besser noch die Juni-Performance bei US-Dollar-Anleihen, wo der Rückenwind eines festeren US-Dollars sowohl Staats- als auch Unternehmensanleihen auf Euro-Basis über 2 % performen ließ. Und ganz vorne mit dabei auch Lokalwährungsanleihen von Schwellenländern.
Dieser Effekt eines stärkeren Dollar hält US-Dollar-Anleihen auch seit Jahresbeginn an der Spitze der Performance-Aufstellung. Und generell wurde heuer – trotz Irankrieg – auf der Anleiheseite bis jetzt Mut zum Risiko belohnt: mit der Performance von High-Yield vor der von Investment-Grade-Unternehmensleihen und beide vor der Performance von Staatsanleihen.
Marktumfeld – Aktienmärkte
Starkes erstes Halbjahr an den Börsen
Nach einem spektakulären April und Mai legten die Börsen auch im Juni größtenteils zu, auch wenn die Dynamik etwas nachließ und die Spitzenreiter zum Teil wechselten. So traten insbesondere die Schwellenländer (auch in Asien) – seit Jahresbeginn zu den Top-Performern zählend – im Juni auf der Stelle. An der Spitze der Juni-Performer dagegen: Japan (der schwache JPY beflügelt dort die Exporteinnahmen der Firmen) und Österreich mit dem ATX!
Europa generell hielt sich dagegen im Juni im Mittelfeld (mit dem negativen Ausreißer DAX), der große negative Ausreißer war aber China mit -5,2 % pro Monat. Seit Jahresbeginn liegt der chinesische Aktienmarkt damit bereits rund 10 % im Minus - umso erstaunlicher, als Chinas Wirtschaft keine Abschwächung während des Ölpreisanstiegs erkennen ließ, und die zahlreichen chinesischen Technologiefirmen auch im Bereich KI immer weiter aufholen.
Das soll aber nicht davon ablenken, dass der Großteil der Börsen heuer schon mehr als 10 % im Plus ist – im Fall von Asien und ATX sogar mehr als 20 %! Einerseits, weil die Energiekrise im Rahmen des Irankriegs wie erwartet recht rasch beendet wurde und die meisten Wirtschaftsräume dadurch laut bisheriger Zahlen keinen nennenswerten Schaden nahmen - vor allem aber, weil in vielen Märkten das Gewinnwachstum der Unternehmen (zum Teil KI-getrieben) nach wie vor beeindruckend hoch ist.
Marktumfeld – Rohstoffe und Währungen
Ölpreis wieder retour auf Niveau vor Kriegsbeginn
Die wilde Reise des Ölpreises ist inzwischen mit 70 US-Dollar pro Fass praktisch wieder zurück am Start – bei rund 70 US-Dollar lag der Ölpreis auch unmittelbar vor Beginn des Kriegs mit dem Iran. Dazwischen gab es einen wilden Anstieg auf rund 120 US-Dollar, der aber durch die zunehmende Wiederaufnahme der Energielieferungen aus dem persischen Golf inzwischen wieder völlig abgegeben wurde. Und dafür war es auch höchste Zeit, da die fehlenden Öllieferungen durch die Straße von Hormus nur teilweise über alternative Routen ausgeglichen werden konnten. Die – genau zu diesem Zweck - angelegten strategischen Öl-Reserven füllten die verbleibende Angebotslücke – ließen zuletzt aber laut Expertenschätzungen nur mehr einen Spielraum von maximal wenigen Monaten.
Insofern bleibt der Ölmarkt abhängig davon, dass die Lage am Golf so weit stabil bleibt, dass zumindest der Großteil der Öltanker weiterhin passieren kann. Das ist aber trotz aller martialischen Rhetorik und holpriger Verhandlungen etwas, woran sowohl die US-Regierung (Parlamentswahlen Anfang November) als auch der Iran (sehr vorteilhaftes Verhandlungsergebnis) ein starkes Interesse haben sollten.
Auch Industriemetalle gaben im Juni deutlich nach und halbierten ihren Jahresanstieg wieder. Und Edelmetalle leiden weiterhin unter der Aussicht auf noch einmal steigende US-Leitzinsen, an denen der Zinsmarkt derzeit festhält.
Auf den Devisenmärkten wertete der US-Dollar im Juni etwas auf – noch schwächer als der Euro waren das britische Pfund und insbesondere der japanische Yen – letzterer mit einem neuen 40-Jahrestief gegenüber dem US-Dollar!
Ausblick – Globale Konjunktur
Konjunkturausblick profitiert vom Ölpreisrückgang
Mit dem Waffenstillstand im Irankrieg und dem raschen Ölpreisrückgang hat sich auch der Konjunkturausblick deutlich aufgehellt, was erste Konjunkturvorlaufindikatoren auch bereits anzeigen.
Auch wenn der Waffenstillstand wackelig erscheint, müssen sowohl die US-Regierung (Parlamentswahlen Anfang November) als auch der Iran (sehr vorteilhaftes Verhandlungsergebnis) ein starkes Interesse daran haben, dass die Situation (zumindest heuer) nicht gleich wieder eskaliert.
In diesem Fall bleiben die Energie- und Ölpreise tief und eine Weltwirtschaft, die bereits vor dem Irankrieg sehr robust war, würde die Kriegsdelle rasch wieder ausgleichen. Wobei in China selbst während der hohen Energiepreise keine Wachstumsverlangsamung erkennbar war (der Exportmotor brummt) und die USA nach wie vor vom anhaltenden KI-Investitionsboom unterstützt werden.
Einzig in Europa schwächte sich der Konjunkturausblick im zweiten Quartal vorübergehend ab (da Europa besonders abhängig vom Import teurer fossiler Energieträger ist), aber auch hier dreht der Konjunkturausblick jetzt wieder nach oben.
In Summe ein Konjunkturbild, in dem die Weltwirtschaft und China heuer nahe dem langfristigen Durchschnitt wächst, die USA dank KI-Investitionen sogar darüber, und Europa etwas darunter – mit der Aussicht, dass auch Europa dann im Laufe des zweiten Halbjahres wieder auf Durchschnittswachstum (in Europa knapp über 1 %) aufholt.
In Summe ein robustes Wachstum, ohne zu überhitzen.
Ausblick – Inflation und Notenbanken
Inflation sinkt – Zinsen steigen trotzdem noch einmal?
Wenig überraschend: Mit dem Ölpreisrückgang geht weltweit auch die Inflationsrate wieder nach unten – in der Eurozone z. B. bereits von einem Hoch bei 3,2 % auf zuletzt 2,8 %. Und auch der Anstieg der Kerninflation (also der Inflationsrate ohne Energiepreise) auf 2,5 %, der wahrscheinlich zur EZB-Zinsanhebung im Juni mitbeitrug, stellte sich wie von vielen erwartet als Ausreißer heraus – die Kerninflation ging zuletzt ebenfalls schon wieder auf 2,4 % zurück und liegt damit nahe dem Durchschnitt von 2025. Die Aussichten stehen entsprechend gut, dass sich auch die Gesamtinflation in der Eurozone im weiteren Jahresverlauf wieder bei knapp über 2 % einpendeln wird. Natürlich kennen wir auch historische Beispiele, wo ein solcher Energiepreisschock eine längere Inflationsspirale auslöste (Extrembeispiel nach der Corona-Pandemie); aber: dazu war 1.) der Energiepreisanstieg dieses Mal zu kurz (und Gas- und Strompreise weit weniger betroffen), 2.) die Wirtschaft nicht annähernd so überhitzt wie nach den Corona-Hilfen damals (was Preis- und Lohnerhöhungen auf breiter Front schwieriger macht) und 3.) fehlen die preistreibenden Kapazitäts- und Lieferengpässe wie nach Corona.
Der Zinsmarkt preist zwar trotzdem noch immer eine zweite Leitzinsanhebung der EZB auf 2,5 % für den Herbst und auch die EZB lässt sich rhetorisch dafür die Tür offen. Notwendig erscheint sie uns aber nicht und wenn der Ölpreis (und die Kerninflation) bis dahin weiter tief bleiben, könnte die Anhebung leicht entfallen.
Deutlich höher ist der Inflationsdruck in den USA, wo die Wirtschaft überdurchschnittlich stark wächst und die Inflationsrate zuletzt bereits bei 4,2 % (Kerninflation 2,9 %) lag. Entsprechend höher ist dort mit 3,5-3,75 % auch bereits der Leitzins – und der Zinsmarkt preist derzeit eine weitere Leitzinsanhebung auf 4 % um die Jahreswende.
Ausblick – Anleihemärkte
Anleiheportfolio bleibt konservativ ausgerichtet
Innerhalb unseres Anleiheportfolios gibt es gegenüber dem Vormonat nur wenige Änderungen.
Bonitätsschwächere Emittenten, insbesondere High-Yield-Unternehmensanleihen (im Euro auch Unternehmensanleihen generell) und staatliche Emittenten aus Schwellenländern (Emerging-Markets-Staatsanleihen in Hartwährung), bleiben untergewichtet – die im historischen Vergleich inzwischen wieder sehr tiefen Risikoaufschläge der Anleihen solcher Emittenten lassen vergleichsweise wenig Potenzial für eine weitere substanzielle Verringerung der Renditeaufschläge dieser Anleihen (und damit für Kursanstiege).
Übergewichtet sind wir im Gegenzug in Emittenten mit sehr hoher Bonität, konkret Staatsanleihen aus Deutschland, Frankreich und Australien, untergewichtet hingegen in US-Staatsanleihen.
In Summe bleiben wir damit innerhalb unseres Anleiheportfolios defensiv aufgestellt.
Ausblick – Aktienmärkte global
Wir bleiben Aktien übergewichtet
Natürlich bleibt der Iran-Konflikt ein Risiko: Eine längere Unterbrechung der Öllieferungen würde den Marktausblick stark verschlechtern. Aber auch wenn der Waffenstillstand brüchig ist: Sowohl die US-Regierung (Parlamentswahlen Anfang November) als auch der Iran (sehr vorteilhaftes Verhandlungsergebnis) müssen ein starkes Interesse daran haben, dass die Situation vorerst nicht wieder eskaliert.
Damit bleibt der weitere Ausblick aber unverändert positiv für Aktienmärkte: Die globale Konjunktur steckte die zwischenzeitig hohen Ölpreise erfreulich gut weg und mit dem tieferen Ölpreis sind die Konjunkturvorlaufindikatoren jetzt sogar wieder am Weg nach oben. Gleichzeitig erwarten wir keine hartnäckige Inflationsspirale, die starke Zinsanhebungen notwendig machen würde. Damit sind wir unverändert optimistisch, dass weder von Seiten der Konjunktur noch von Inflation und Zinsen Gefahr für die ausgezeichnete Gewinnentwicklung besteht. Und diese ist nach wie vor beeindruckend: Nach 30 % p. a. höheren US-Unternehmensgewinnen per Q1 2026 trauen die Analysten den USA 2026 aktuell rund 25 % Gewinnwachstum zu (sowie rund 13 % in Europa, rund 20 % in den Schwellenländern). Zum Teil (aber nicht nur) wird das von nach wie vor boomenden KI-Investitionen getragen. Und derzeit sehen wir bei den Auftraggebern dieser gewaltigen Rechenzentren noch keine Absicht, diese Investitionen zu drosseln.
Bewahrheitet sich dieses Gewinnwachstum auch nur annähernd, ist der Bullenmarkt noch länger nicht vorbei. Wir bleiben entsprechend einen Schritt übergewichtet in globalen Aktien (gegenüber EUR Staatsanleihen). Könnte es nach den jüngsten starken Kursanstiegen wieder etwas volatiler werden? Natürlich. Aber dann hätten wir noch Luft, mit einer Erhöhung der Übergewichtung davon zu profitieren.
Ausblick – Aktienmärkte regional
Regionale Über- und Untergewichtungen
Kurzfristig (taktisch):
Unsere regionale Ausrichtung innerhalb des Aktienportfolios wird für Juli noch etwas prononcierter: Wir erhöhen die Übergewichtung in Nordamerika, zulasten einer noch ausgeprägteren Untergewichtung in Europa und Pazifik (u. a. in Japan). Die starke Übergewichtung der Emerging Markets bleibt aufrecht.
Diese Positionierung würde entsprechend profitieren von einer relativen Outperformance von Schwellenländern vs. entwickelten Märkten bzw. von einer Underperformance von Value-Aktien sowie von Small Caps gegenüber dem Gesamtmarkt.
Aktuell haben wir keine Sektorpositionen (Branchen-Über-/Untergewichtungen).
Taktische Asset Allocation Juli
Die Taktische Asset Allocation steuert ausgewählte marktorientierte Portfolios der Raiffeisen KAG auf kurze bis mittlere Sicht. Die Positionierungen des Fondsmanagements können sich von anderen Kapitalmarktanalysen (z. B. Raiffeisen RESEARCH GmbH) unterscheiden.
Wirtschaft:
- US-Wirtschaft wächst solide, US-Arbeitsmarkt weiter robust; Eurozone ok
- Globale PMIs mehrheitlich expansiv, Eco-Surprises tendenziell ansteigend
- Geldpolitik mit leicht restriktivem Bias
Unternehmen:
- US-Gewinnwachstum weiter stark, positive Schätzungen und Revisionen
- Auch Europa und Emerging Markets mit positiven Gewinnentwicklungen
- Ausblick bleibt ungetrübt, Gewinndynamik dürfte aber leicht zurückgehen
Stimmung:
- Stimmungsindikatoren trotz KI- und IPO-Hype nicht überzogen
- Markttechnik bleibt trotz leicht erhöhter Vola im Juni weiter konstruktiv
- Neue Allzeithöchststände haben Aktien-Aufwärtstrend neuerlich bestätigt
Positionierung:
- Aktien +1 Schritt (gegenüber Euro-Staatsanleihen)
Strategische Asset Allocation
Unter der Strategischen Asset Allocation verstehen wir die langfristige Beurteilung der verschiedenen Anlageklassen.
Aktien
Anfang Dezember haben wir Emerging-Markets-Aktien (insbesondere chinesische Aktien) nach einem deutlichen Bewertungsanstieg reduziert. Modellgetrieben haben wir Angang Mai unsere Gewichtung in europäischen Aktien leicht reduziert. Wir halten Positionen in europäischen, japanischen Aktien und Emerging-Markets-Aktien. US-Aktien sind aus Bewertungsüberlegungen weiterhin unattraktiv.
Staatsanleihen
Wir haben bei Staatsanleihen in den letzten Jahren aufgrund der deutlich attraktiveren Ertragsaussichten markant zugekauft. Ende Jänner haben wir US-Zinsrisiko leicht reduziert und bei australischen Staatsanleihen aufgestockt. Im Mai haben wir zudem bei UK-Staatsanleihen aufgestockt.
Unternehmens- & EM-Anleihen
Nach den nochmaligen Spreadeinengungen haben wir Anfang Februar unsere Gewichtungen in diesem Bereich nochmals reduziert. Wir haben EUR-Unternehmensanleihen (IG) deutlich reduziert und Emerging-Markets-Anleihen in Hartwährung vollkommen aus dem Portfolio verkauft. Neben einer kleinen Position in Unternehmensanleihen (IG) halten wir nun nur mehr französische Staatsanleihen und Emerging-Markets-Währungen.
Reale Assets
Nach einer nochmaligen Preisbeschleunigung haben wir Ende Jänner die Gewichtung in Edelmetallen (Derivate auf einen Rohstoffindex) reduziert. Im März haben wir die starken Preisanstiege bei Energierohstoffen (Derivate auf einen Rohstoffindex) für eine schrittweise Reduktion genutzt. Auch inflationsgeschützte Anleihen haben wir etwas reduziert.