PRIMA News vom 06.02.2026
Donald Trumps Einlenken in der Grönland-Frage weist darauf hin: Dass die USA außen- und militärpolitisch so stark auftrumpfen, ist frappierender Ausdruck ihrer wirtschaftlichen Schwäche. Der sicherheitspolitischen Zeitenwende – hier: der Abkehr der USA von multilateralen Verpflichtungen wie UN, COP und NATO – entspricht die Beendigung des weltwirtschaftlichen Modells des 20. Jahrhunderts, in welchem die USA als Hotspot (Safe Haven) des weltweiten Kapitals fungierten. Politische Introvertiertheit (America First) und weltweiter Marktplatz passen schon äußerlich nur schwer zusammen.
Was für die USA gilt, gilt selbstverständlich nicht weniger für das planwirtschaftlich regierte China, das den Platz seines Rivalen nicht einnehmen kann, selbst wenn es dies wollte. Übrig bleibt eine multipolare neue Weltordnung, wie Kanadas Premier Mark Carney sie in seiner vielbeachteten Rede in Davos skizziert hat1 und Europa sie mit den soeben verabschiedeten Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten und mit Indien anstrebt. Auf dem Weltfinanzmarkt äußert sie sich vor allem in der anhaltenden Schwäche der alten Weltleitwährung US-Dollar (trotz hoher Zinsen). Wie verwundbar die Vereinigten Staaten sind, zeigen die jüngsten Gerüchte um eine Intervention zugunsten der ebenfalls angeschlagenen japanischen Währung2 und die gereizte Reaktion auf einen Grönland-Kommentar des Devisenexperten der Deutschen Bank, der gefragt hatte, warum Europäer weiterhin der größte Gläubiger der USA bleiben sollten.3 Edelmetalle profitieren von dem schwindenden Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit der Industrieländer.
PRIMA – Nachhaltige Rendite: Aktiver Qualitätsansatz
PRIMA – Nachhaltige Rendite investiert in Aktien wettbewerbs- und finanzstarker, nachhaltig wirtschaftender Unternehmen weltweit. Im Fondsportfolio finden sich Unternehmen, die dank strategischer Wettbewerbsvorteile über einen mehrjährigen Zeitraum hohe Nettoerträge und Eigenkapitalrenditen erwirtschaften und deren Produkte und Dienstleistungen zugleich einen belegbaren Beitrag zu einer umwelt- und sozialverträglichen Entwicklung im Sinne der Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen leisten. Dass Portfolioberater Yefei Lu entsprechende Unternehmen derzeit bevorzugt in Europa und vielfach im Gesundheitssektor findet, unterscheidet den Fonds deutlich vom Mainstream. Auch europäische Versicherer werden aufgrund ihrer soliden Bilanzen prominent gewichtet. Zum Jahreswechsel verkauft werden musste Hannover Rück, da dessen jüngste SDG Scores keinen effektiven Impact mehr anzeigen. Neu ins Portfolio aufgenommen wurde die Aktie des niederländischen Fachverlags Wolters Kluwer, dessen Fachinformationen, Softwarelösungen und Dokumentationssysteme einen wertvollen Beitrag zu Bildung (SDG 4) und zum Gesundheitssystem (SDG 3) leisten. Finanziell verzeichnet das Unternehmen seit vielen Jahren ein kontinuierliches Gewinnwachstum, einen hohen Return on Equity und ein moderates Kurs-Gewinn-Verhältnis. Nominell neu ist auch Luotea. Hinter der Aktie verbirgt sich die Facility Services (Gebäudetechnik)-Sparte des finnischen Unternehmens Lassila & Tikanoja. Dessen im Rahmen eines Spinoffs an die Börse gebrachter Recycling-Bereich wurde aus dem Fonds verkauft.
PRIMA – Globale Werte: Licht und Schatten im Gesundheitssektor
Die Anlagestrategie des PRIMA – Globale Werte kombiniert Aktien starker Unternehmen mit einer strategischen Anleihen-Position und einem ESG-Management, das sich auf die Einhaltung von Mindeststandards und die Vermeidung schwerwiegender Schäden für Umwelt und Gesellschaft konzentriert. Zu den Gewinnern der letzten Wochen im Fondsportfolio gehörten die beiden Halbleiter-Aktien von ASML und Taiwan Semiconductor, die bereits zuvor einen deutlichen Beitrag zur Wertentwicklung des Fonds geleistet hatten. Mit Novo Nordisk, das die erfolgreiche Markteinführung der Oralversion seines Abnehmmedikaments gemeldet hatte, und Diasorin konnten im Dezember und Januar auch zwei Aktien aus dem Gesundheitssektor überzeugen. Der Anteilsbestand des italienischen Laborausrüsters Diasorin konnte von Portfolioberater Yefei Lu profitabel ausgebaut werden. Addlife, ein schwedischer Spezialist für Labor- und Medizintechnik, litt unter Gewinnmitnahmen. Auch die Aktien der chinesischen Pinduoduo (Temu) und der italienischen Gruppo MutuiOnline (Finanzportale, Verivox) verzeichneten Kursrückgänge. Neu ins Portfolio aufgenommen wurde eine Anleihe von Oracle mit gut vierjähriger Restlaufzeit, während im Gegenzug die Position einer deutschen Bundesanleihe reduziert wurde. Komplett verkauft wurde die Aktie von Nvidia. Die Aktienquote des PRIMA – Globale Werte liegt aktuell (brutto wie netto) bei rund 89% (Stand: 28.01.2026). Europäische Aktien dominieren mit rund 58%, US-Aktien kommen auf 24%. Anleihen machen rund 9,5% des Fondsportfolios aus.
PRIMA – Zukunft: Neues Allzeithoch dank Halbleiter-Hausse
Aktien aus dem Halbleiter-Sektor starteten Mitte Dezember zu einer erneuten Kursrally und hoben den PRIMA – Zukunftauf ein neues Allzeithoch. Lam Research (Ätzverfahren), KLA Corporation (Mess- und Kontrollsysteme) und ASML (lithographische Chipfertigungsanlagen), allesamt Zulieferer der Halbleiterfertigung, zählten zu den größten Kursgewinnern der letzten Wochen im Fondsportfolio. Intel, Marvell Technology (System on a Chip-Lösungen) und Micron Technology (Speichertechnologien), die unter Profiinvestoren eine wichtige Rolle spielten, wurden neu in das Fondsportfolio aufgenommen. Fondsmanager Volker Schilling und sein Team (Greiff capital management) analysieren regelmäßig die Top-Positionen besonders erfolgreicher Mitbewerber und bewerten diese mithilfe eines eigenen Scoring-Systems. Aktien mit den höchsten Scores werden für den PRIMA – Zukunft gekauft. Als breit gestreuter Innovationsfonds investiert dieser in Aktien zahlreicher Wachstumsbranchen, nicht nur der Halbleiter-Industrie. Neu im Portfolio sind auch der französische Bauausrüster Legrand (elektrische und digitale Leitungen und Schaltelemente) und Agilent Technologies, das Chromatographen und Spektrometer für die Materialforschung, Pharma- und Lebensmittelindustrie und für die Landwirtschaft entwickelt. Das Fondsportfolio, aktuell vierzig Titel (Stand: 28.01.2026), reagiert kurzfristig auf Favoritenwechsel unter den Anlageprofis. Halbleiter bilden aufgrund der skizzierten Marktentwicklungen derzeit die wichtigste Branche (34%), gefolgt von Kapitalgütern (26%) und Biopharma (18%). US-Aktien kommen auf rund 69% des Fondsportfolios.
PRIMA – Kapitalaufbau Total Return: Schwellenländer auf dem Vormarsch
Aus der makroökonomischen Sicht des PRIMA – Kapitalaufbau Total Return entwickeln sich Weltwirtschaft und Börsen in den letzten Monaten in die langfristig zu erwartende Richtung. Fondsmanager Markus Kaiser (Greiff capital management) orientiert sich bei der strategischen Allokation des von ihm verantworteten ETF-Dachfonds an den Beiträgen der einzelnen Weltregionen zum globalen Bruttoinlandsprodukt. Schwellenländer erhalten in diesem Zusammenhang einen prominenten Anteil. Emerging Markets-Aktienfonds machen aktuell rund ein Drittel des Dachfondsportfolios aus (Stand: 28.01.2026). Neben Zukäufen hat hierzu die überdurchschnittliche Kursentwicklung weltweiter und speziell asiatischer Schwellenländer in den letzten Wochen beigetragen. Dass der Franklin FTSE India UCITS ETF demgegenüber im Dezember und Januar größter Verlierer im Fondsportfolio war, gibt einen Hinweis darauf, dass die jüngsten Aktienkursgewinne der asiatischen Region in erster Linie aus Korea und Taiwan stammen, die zu den weltweit führenden Ländern der Chipfertigung zählen und deren Börsen zuletzt stark zulegten. ETF für Aktien aus Industrieländern kommen im PRIMA – Kapitalaufbau Total Return gegenwärtig auf einen Portfolioanteil von rund 52%, ETF für japanische Aktien auf 6%. Die Aktien(fonds)quote liegt somit bei knapp 90%. Das Anleihen(fonds)portfolio wurde im Dezember durch Verkauf zweier US-Staatsanleihen-ETF (Kurzläufer) von 18% auf aktuell 9% halbiert. Termingeschäfte zur Absicherung des Aktienfonds- oder Rentenfonds-Teilportfolios werden derzeit nicht durchgeführt.