Commodity Capital Aktuelles vom 30.12.2025
Gold und Silber haben zuletzt deutlich zugelegt – getragen von strukturellen Faktoren, die den Edelmetallsektor voraussichtlich auch im kommenden Jahr stützen werden.
Makro treibt Gold – strukturell, dauerhaft und zunehmend digital
Gold profitiert aktuell von einer selten klaren Kombination klassischer makroökonomischer Treiber: niedrige Realzinsen, expansive Geldpolitik sowie anhaltende Inflations- und Währungsrisiken senken die Opportunitätskosten des Edelmetalls und stärken seine Rolle als Absicherungsinstrument in einem von geopolitischen Spannungen und fragmentierten Weltmärkten geprägten Umfeld. Verstärkt wird dieser Trend durch die anhaltend hohe Nachfrage der Zentralbanken, insbesondere aus Schwellenländern, die ihre Goldreserven gezielt ausbauen, um Abhängigkeiten vom US-Dollar zu reduzieren. Marktbeobachter gehen davon aus, dass einzelne Länder – allen voran China – deutlich mehr Gold akkumulieren, als offiziell kommuniziert wird. Diese strukturelle Nachfrage entzieht dem Markt physisches Angebot und wirkt langfristig preisstützend.
Zusätzlich gewinnt Gold durch neue Marktstrukturen an Bedeutung. Der Stablecoin-Anbieter Tether unterstreicht mit dem goldgedeckten Token XAU₮ die wachsende Verzahnung von physischem Gold und digitaler Finanzinfrastruktur. Die Tokenisierung realer Vermögenswerte erhöht Liquidität und Zugänglichkeit und spricht neue Investorenkreise an, für die klassische Goldinvestments bislang mit operativen Hürden verbunden waren. Für den Goldmarkt bedeutet dies zusätzliche physische Nachfrage und eine nachhaltige strukturelle Erweiterung der Investorenbasis – Gold behauptet damit seine Rolle als strategisches Reserve-Asset auch im digitalen Zeitalter.
Silber: Industriemetall mit Edelmetall-DNA
Silber folgt aktuell einem anderen, mindestens ebenso spannenden Narrativ. Neben seiner Rolle als monetäres Metall profitiert Silber zunehmend von einer stark wachsenden industriellen Nachfrage. Insbesondere der Ausbau der Solarenergie, aber auch Elektronik und Elektromobilität treiben den Bedarf strukturell nach oben.
Dem steht ein Angebotsproblem gegenüber: Der Silbermarkt weist seit mehreren Jahren ein strukturelles Defizit auf. Rund 70 Prozent der globalen Silberproduktion fallen als Beiprodukt in der Gold- und Kupferförderung an. Das macht eine kurzfristige Angebotsausweitung nahezu unmöglich. Selbst bei steigenden Preisen lässt sich die Produktion nur verzögert erhöhen – ein klassisches Setup für anhaltenden Preisdruck.
Auch hier bleibt der Ausblick positiv: Der Ausbau erneuerbarer Energien ist politisch gewollt und kapitalintensiv, ein Nachfragerückgang ist nicht in Sicht.
Juniors: Hoher Hebel, hohe Volatilität
Besonders dynamisch ist das Segment der Junior-Mining-Unternehmen. Explorationsgesellschaften reagieren überproportional auf steigende Gold- und Silberpreise und bieten den größten Hebel innerhalb des Sektors. Gleichzeitig sind sie geprägt von Ineffizienzen: geringe Analystenabdeckung, informationsarme Märkte und hohe Abhängigkeit von Managementqualität.
Historische Rohstoffzyklen zeigen, dass Junior-lastige Portfolios in Bullenmärkten Produzenten deutlich outperformen können – allerdings um den Preis höherer Volatilität und tieferer Drawdowns in Schwächephasen. Der Ansatz ist damit klar zyklisch und eher mit einem Private-Equity-Risikoprofil vergleichbar als mit klassischen Large-Cap-Miningfonds.
Fazit
Der aktuelle Rohstoffzyklus wird von strukturellen Veränderungen wie geopolitischer Neuordnung, Energiewende und wachsenden monetären Risiken getragen. Gold und Silber stehen dabei im Zentrum, ergänzt durch strategische Industriemetalle.
Der Commodity Capital Global Mining Fonds positioniert sich bewusst chancenorientiert mit hohem Junior-Anteil und setzt auf Qualitätsaktien, M&A-Potenzial und strukturelle Angebotsengpässe. Für Investoren, die Rohstoffe als strategischen Renditetreiber nutzen wollen, bietet der Fonds einen gezielten Zugang zu den Profiteuren des laufenden Rohstoffzyklus.