Plutos Marktrunde KW 41 vom 11. Oktober 2021

Facebook nach technischen Problemen unter Druck

Letzte Woche geriet Facebook durch wiederholte Ausfälle bedingt durch technische Probleme und der Forderung nach einer stärkeren Regulierung unter Druck. Während sich die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Freitag auf eine Mindeststeuer von 15 % für international agierende Unternehmen einigen konnte, schloss die Börse die letzte Handelswoche mit leichten Gewinnen ab. Die Leitindizes konnten die Woche, trotz Kursverlusten am Donnerstag und Freitag, mit positiven Ergebnissen abschließen. Im Gegensatz zu den amerikanischen Indizes bewegte sich der Dax gegen Ende der letzten Woche geringfügig.

USA: Weniger Arbeitsplätze als erwartet

Neben den unerfreulichen Neuigkeiten von Facebook, auf die im folgenden Absatz genauer eingegangen wird, sorgten sich Investierende über die Entwicklung des amerikanischen Arbeitsmarktes. Die Arbeitsmarktdaten fielen im September nicht wie erhofft aus. Die Erwartungen von Analysten und Ökonomen wurden verfehlt, sodass deutlich weniger Arbeitsplätze als erwartet entstanden.

Die amerikanische Zentralbank wird aufgrund dieser Entwicklungen vermutlich die Wirtschaft weiter mit Liquidität versorgen, was wiederum die Gefahr von einer anziehenden Inflation erhöht. Nicht nur die FED, sondern auch andere Zentralbanken bewegen sich auf einem engen Korridor zwischen Stimulation der Konjunktur und Bekämpfung der Inflation. Die Bilanzsumme der amerikanischen Zentralbank ist weiter am wachsen.

Technische Probleme bei Facebook

Bereits zu Beginn der letzten Woche gab es bei dem Internetgiganten Facebook technische Probleme, sodass User von Instagram, WhatsApp und Facebook nicht wie gewohnt die digitalen Plattformen nutzten konnten. Am vergangenen Wochenende wiederholten sich die Probleme. Obwohl sie dieses Mal in einem kleineren Umfang auftraten, kam es erneut zu einem Reputationsschaden des Unternehmens. Laut des Konzerns seien derzeit alle Störungen behoben, sodass es zu keinen weiteren Unterbrechungen des Datenverkehrs kommen werde. Der Internetgigant steht jedoch nicht nur wegen der technischen Probleme unter Druck, sondern auch wegen Aussagen einer ehemaligen Mitarbeiterin.

Frances Haugen, welche interne Dokumente des Unternehmens veröffentlichte, sagte vor dem US-Senat aus, dass Facebook bewusst die Demokratie verhindere und insbesondere Kindern in ihrer Entwicklung schade. Dies sei dem Unternehmen zudem aus eigens durchgeführten Studien bekannt. Aus diesem Grund fordert die ehemalige Produktmanagerin des sozialen Netzwerkanbieters eine stärkere Regulierung des Konzerns. Die Aktie reagierte zu Beginn der Woche auf diese Umstände, konnte aber im Laufe der Woche die Kursrückschläge begrenzen, sodass der Aktienkurs die Woche mit einem vergleichbaren geringen Minus von 3,41 % abschloss. Ob es zukünftig zu stärkeren Regulierungen oder sogar Zerschlagung der großen Technologiegiganten wie Facebook, Alphabet und Microsoft kommt, bleibt abzuwarten.


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