Rohstoffminen – fundamental stark positioniert

Commodity Capital

Commodity Capital Aktuelles vom 20.03.2026

Die internationalen Kapitalmärkte stehen derzeit unter spürbarem Druck. Steigende Öl- und Energiepreise sowie zunehmende Inflationssorgen im Kontext geopolitischer Spannungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem USA-Iran-Konflikt, sorgen für erhebliche Verunsicherung. In der Folge verzeichneten nahezu alle bedeutenden globalen Aktienindizes deutliche Rückgänge.

Von dieser Entwicklung blieb auch der NYSE Arca Gold BUGS Index (HUI) nicht verschont. Der in US-Dollar notierte Index, der vor allem große internationale Goldproduzenten und Goldminenunternehmen abbildet, fiel seit seinem Allzeithoch von 986,06 Punkten am 02.03.2026 bis zum 19.03.2026 auf 707,92 Punkte bzw. rund -28 %.

Auch die Edel- und Basismetallfonds der Commodity Capital AG konnten sich diesem Abwärtstrend nicht entziehen. Der Commodity Capital Global Mining Fonds (A0YDDD) verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Rückgang von -28 %, während sich der Structured Solutions Next Generation Fonds (HAFX4V) mit einem Minus von -17 % vergleichsweise stabil entwickelte.

Der Investitionsfokus beider Fonds liegt überwiegend auf Junior-Mining-Unternehmen mit Fördergebieten in politisch stabilen Regionen wie Nordamerika und Australien. Ergänzend erfolgen selektive Investitionen in der Andenregion, insbesondere in Peru und Chile. Regionen wie Afrika oder Fernost werden bewusst gemieden.

Vor diesem Hintergrund lohnt sich ein differenzierter Blick auf die fundamentale Situation im Minensektor.

Energieversorgung in der Minenindustrie

Die energieintensive Erzgewinnung sowie die minennahe Weiterverarbeitung (insbesondere Zerkleinerung und Mahlprozesse) erfolgen heute nahezu vollständig elektrisch. In Kanada beispielsweise stammen rund 57 % der Stromerzeugung aus Wasserkraft und etwa 8 % aus Windenergie. Fossile Energieträger wie Gas und Kohle machen rund 32 % aus, während der Anteil von Öl lediglich bei etwa 2 % liegt.

In den USA und Australien ist der Anteil fossiler Energieträger höher (rund zwei Drittel), jedoch bleibt auch hier der Ölanteil marginal und liegt ebenfalls bei etwa 2 %.

Da Erdöl auf dem Weltmarkt gehandelt wird und ein Großteil der durch die Straße von Hormus transportierten Mengen nach Asien – insbesondere nach China – geliefert wird, ist der direkte Einfluss auf die Energieversorgung in den bevorzugten Förderregionen begrenzt. Zudem sind die USA und Kanada Nettoexporteure von Erdöl. Lediglich Australien ist stärker auf den Import raffinierter Produkte angewiesen.

Auswirkungen steigender Energiepreise auf die Kostenstruktur

Moderne, effizient betriebene Minen produzieren derzeit eine Unze Gold zu sogenannten All-in Sustaining Costs (AISC) von etwa 1.600 USD. Ein Anstieg des Ölpreises um 10 % wirkt sich lediglich mit rund 2 % auf die Gesamtkosten aus, was einem Anstieg auf etwa 1.632 USD je Unze entspricht. Selbst bei einem Ölpreisanstieg von 30 % steigen die Kosten lediglich auf etwa 1.700 USD je Unze.

Bei einem aktuellen Goldpreis von rund 4.700 USD je Unze ergibt sich daraus weiterhin eine sehr komfortable Nettomarge von etwa 3.000 USD je Unze.

Einordnung

Steigende Energiepreise haben zweifellos einen Einfluss auf die Kostenstruktur von Minenunternehmen. Allerdings bleibt dieser Effekt im Verhältnis zur Gesamtmarge moderat. Die Auswirkungen auf die Profitabilität sind daher begrenzt.

Die von Commodity Capital AG bevorzugten Investitionsziele – insbesondere Junior-Mining-Unternehmen in Nordamerika und Australien – sind zudem nur in geringem Maße von geopolitischen Spannungen und Energiepreisschwankungen betroffen.

Strukturelle Nachfrage als zentraler Treiber

Rohstoffe wie Gold, Silber, Kupfer, Lithium und Seltene Erden sind sowohl als Wertaufbewahrungsmittel als auch für industrielle Anwendungen unverzichtbar. Gleichzeitig ist das Angebot begrenzt. In vielen Segmenten kann die globale Nachfrage nicht allein durch die laufende Minenproduktion gedeckt werden. Recycling und der Abbau bestehender Lagerbestände bleiben essenziell.

Zusätzliche Nachfrageimpulse ergeben sich aus langfristigen Entwicklungen wie dem Ausbau der Künstlichen Intelligenz, der globalen Energiewende, der Elektrifizierung des Verkehrs, steigenden Verteidigungsausgaben sowie möglichen Wiederaufbauprogrammen in Konfliktregionen. Trotz kurzfristiger Marktschwankungen und steigender Energiepreise bleiben die Fundamentaldaten des Minensektors daher ausgesprochen robust. Die Margen sind weiterhin hoch, die Unternehmen solide aufgestellt und die Nachfrage intakt.

Fazit

Die Fundamentaldaten des Minensektors sind ausgesprochen robust, die Margen weiterhin hoch, Unternehmen solide aufgestellt und die strukturelle Nachfrage intakt.

Gleichzeitig werden Minenaktien aktuell im Zuge allgemeiner Marktkorrekturen pauschal mit dem breiten Aktienmarkt abgestraft – unabhängig von ihrer fundamentalen Stärke.

Für langfristig orientierte Investoren mit Fokus auf fundamentale Bewertung können sich daraus attraktive Opportunitäten ergeben. Bestehende Engagements erscheinen weiterhin gerechtfertigt, selektive Nachkäufe könnten – je nach Risikoprofil – sinnvoll sein.

Rohstoffminen bleiben ein zentraler Baustein der globalen Wirtschaft, da sie die Grundlage für nahezu alle industriellen und technologischen Entwicklungen liefern.

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