DPAM Kommentar von Lowie Debou vom 15.05.2026
Lowie Debou, Fondsmanager bei DPAM, beurteilt die Entwicklung von Preisen und Inflationserwartungen infolge des Irankonflikts:
- „Unmittelbar nach dem Angriff auf den Iran steuerten viele Anleger sichere Häfen an. Innerhalb kurzer Zeit setzte sich jedoch die Angst von Inflation durch und hinterließ ihre Spuren im Markt.“
- „Der globale Öl-Schock gehört zu den schlimmsten der letzten Jahrzehnte. Was 2022 noch regional begrenzt blieb, hat diesmal globale Ausmaße.“
- „Noch nie schlugen höhere Ölpreise so rapide auf die Preise an den Zapfsäulen durch. Europas Verbraucher leiden entsprechend.“
- „Langsamer wirken sich die Gaspreise auf die Inflationszahlen aus. Allerdings werden sie dort länger ihre Spuren hinterlassen als andere Energiepreise.“
- „Es geht nicht nur ums Öl. Da Düngemittel aus dem Nahen Osten knapp wird, könnten Nahrungsmittelprise schnell steigen – weltweit.“
- „Anleger sollten Zweitrundeneffekte im Blick haben – die Expertenerwartungen erhöhen sich erst mit Verzögerung.“
- „Die Realwirtschaft bereitet sich längst auf die steigenden Inflationserwartungen vor. Unternehmen – die energieintensiven zuerst, andere später – passen die Erwartungen für ihre Verkaufspreise an.“
- „Auch die Verbraucher erwarten für die kommenden Monate deutlich steigende Preise. Unklar ist, ob sie bereit sein werden, diese zu bezahlen.“