Vogelperspektiven

Greiff capital management AG

Greiffbar – Investments zum Anfassen vom 17.04.2026

Höhenflug

Der S&P 500 markierte diese Woche ein neues Allzeithoch über 7.000 Punkte. Das schießt den Vogel ab. Irankrieg, Ölpreisschock, Benzinpreisexplosion, Inflationsgefahren und abgesagte Zinssenkungen kreisen wie die Geier über dem Markt, doch es kräht kein Hahn danach. Frei wie ein Vogel heben die US-Börsen zu neuen Höhen ab und alle Marktteilnehmer, die sich wegen der Krise abgesichert haben, fühlen sich wie Pechvögel. Hätte, hätte schallt es aus dem Wald, doch Hättiche sind eben keine Habichte. Und die frühen Vögel der Berichtssaison, die US-Banken, fangen die Umsatz- und Gewinn-Würmer und werden fetter und fetter. Der taiwanesische Paradiesvogel mit dem Namen TSMC legt diese Woche sogar goldene Eier ins Quartalsnest der Anleger. Höhenflug inklusive. Die Börsenspatzen pfeifen es von den Dächern: Besser ein Aktienspatz im Depot als eine Cashtaube auf dem Kontodach. Aber Vorsicht: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Der Adler ist erst gelandet, wenn die schrägen Vögel aus dem Iran und der eitle Gockel aus den USA die Friedenstaube fliegen lassen. Derweil kommen ganz handfeste Probleme auf uns zu. Nachtigall, ick hör dir trapsen:

Sinkflug

Während die US-Börse fliegt, bleibt die Realität am Boden. Kerosin wird knapp in Europa, deshalb und nur deshalb halten die Angestellten der Lufthansa aus Fürsorge den Kranich am Boden. Die Lufthansa wirkt derzeit wie der sprichwörtliche Storch im Salat. Im Sinkflug war diese Woche auch die Popularität des flügellahmen ungarischen Pfaus Victor Orban, der sich seinem Kontrahenten Peter Magyar geschlagen geben musste. Und weil eine Krähe der anderen kein Auge aushackt, gratulierten sogar die Spottdrosseln aus den USA dem Nesthäckchen unter den europäischen Regierungschefs. Weiß der Kuckuck, was Orban jetzt macht, so vogelfrei. Wussten Sie, dass der Eichelhäher im englischen Jay heißt? Ja, genau so wie Jay D. Vance. Das D. könnte auch für Dreckspatz stehen, so wie der Vize-Präsident diese Woche den Papst in Sachen Theologie belehrt hat. Manchmal wirkt eben ein geistiger – oder sollte ich sagen „geistlicher“ -Tiefflug wie ein Blindflug. Aber vielleicht dachte er sich bei diesem Themengebiet, dass auch ein blindes Huhn mal ein Korn finden kann. Kommen wir zum Spaßvogel dieser Woche:

Irrflug

Joe Vernachio, seines Zeichens CEO bei Allbirds, will sich oder besser gesagt sein Unternehmen verändern. Aus Allbirds soll Newbirds AI werden. Ein Schuhhersteller, der plötzlich keine Schuhe mehr verkaufen will, sondern in KI-Rechenzentren einsteigen möchte. Die Aktie hebt ab, als hätte sie neue Flügel bekommen. 800 % an einem Tag. Ein kurzer Moment, der alle Aasgeier der Shortseller gleichzeitig aus dem Taubenschlag getrieben hat. Klar doch, wer Schuhe kann, der kann auch KI, schließlich war Nokia auch mal ein Gummistiefelhersteller. Warum auch die Eier in verschiedene Körbe legen, wenn ich einen Korb mit neuen Eiern haben kann. Was für ein Irrflug des Unternehmens und der Aktie. Der Sturzflug ist vorprogrammiert. Manchmal geht es eben vogelwild auf dem Parkett zu. So das war‘s, der Greiffvogel und Schreiberling dieser Kolumne verbschiedet sich für diese Woche von Ihnen, aber nicht ohne darauf hinzuweisen, dass die Vogelschau an der Börse wieder zahlreiche Untergangs-Auguren auf den Plan ruft, denen Sie besser nicht beim Zwitschern lauschen sollten. Schauen Sie sich doch stattdessen lieber einen guten Klassiker an, wie wäre es zum Beispiel mit einem Alfred-Hitchcock-Film? Mir würde da spontan einer einfallen.

Ihr Volker Schilling

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