Was bedeutet die Schließung des UBS (D) Euroinvest Immobilien für Anleger?
Käufe und Verkäufe Die Fondsgesellschaft UBS Real Estate GmbH hat sowohl die Ausgabe als auch die Rücknahme von Anteilen vorübergehend gestoppt. Derzeit sind weder Käufe noch Verkäufe möglich.
Bereits gekündigte Anteile Ein Verkauf von Immobilienfonds kann in der Regel nur unter Einhaltung folgender Fristen erfolgen:
24 Monate Mindesthaltefrist
12 Monate Kündigungsfrist
Anteilrückgaben, die bis zum 25. März des Vorjahres als „Rücknahmeerklärung” wirksam angemeldet worden sind und noch vor dem 25. März 2026 fällig geworden sind, werden noch ordnungsgemäß durchgeführt.
Alle Rückgabebegehren, die danach eingegangen sind, werden vorerst nicht ausgeführt.
Regelmäßige Zahlpläne Sämtliche Sparpläne und Auszahlpläne werden automatisch gestoppt.
Kursfeststellung Während der Handelsaussetzung wird weiterhin wie gewohnt ein Kurs veröffentlicht.
Warum wurde der UBS (D) Euroinvest Immobilien geschlossen?
Offene Immobilienfonds investieren überwiegend in langfristige Vermögenswerte wie Bürogebäude, Wohnanlagen oder Einkaufszentren. Diese Immobilien lassen sich nicht kurzfristig verkaufen. Aus diesem Grund gelten gesetzlich geregelte Halte- und Kündigungsfristen. Sie geben dem Fondsmanagement einen wichtigen zeitlichen Spielraum, um geeignete Käufer zu finden, marktgerechte Preise zu erzielen und Liquidität gezielt zu steuern. Ohne diese Regelungen könnte ein Fonds gezwungen sein, Immobilien unter Zeitdruck zu verkaufen, oft zu ungünstigen Preisen.
Wenn viele Anleger gleichzeitig ihre Anteile zurückgeben möchten und die vorhandenen liquiden Mittel nicht ausreichen, ist zusätzlich zu den gesetzlichen Fristen eine Aussetzung der Rücknahme möglich.
Genau das ist beim UBS (D) Euroinvest Immobilien der Fall: Die verfügbaren liquiden Mittel des Fonds reichen aktuell nicht aus, um alle Rückgabewünsche von Anlegern zu bedienen und gleichzeitig die laufende Bewirtschaftung der Immobilien sicherzustellen.
Um alle Anleger gleich zu behandeln und die Stabilität des Fonds zu gewährleisten, wurde die vorübergehende Aussetzung der Anteilrücknahme beschlossen.
Was Anleger jetzt tun können
Für Anleger ist vor allem wichtig, Ruhe zu bewahren und die weitere Entwicklung zu beobachten. Eine Handelsaussetzung ist bei offenen Immobilienfonds ein reguliertes Instrument, um den Fonds in schwierigen Marktphasen zu stabilisieren. Die Maßnahme gilt für einen Zeitraum von bis zu 36 Monaten. Da ein Verkauf aktuell nicht möglich ist, können Sie erst wieder eine Entscheidung treffen, wenn die Rücknahme von Anteilen wieder aufgenommen wird.
Anleger sollten die Gelegenheit trotzdem nutzen und ihr Fondsdepot gezielt optimieren. Eine breite Streuung über verschiedene aktiv gemanagte Fonds und Anlageklassen im eigenen Fondsdepot kann Risiken nachweislich reduzieren.
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