MSCI World mit Überraschung: Was Anleger 2026 über Währungen wissen sollten

FondsSuperMarkt

2026: Ein Jahr der Währungen

Seit vielen Jahren gilt unter Investmenteinsteigern eine einfache Faustregel für den langfristigen Vermögensaufbau: Ein globaler ETF auf den MSCI World solle aufgrund breiter Streuung, solider Renditen und niedriger Kosten ausreichen. Diese Einschätzung wurde lange Zeit sowohl in den Medien als auch von Verbraucherschützern verbreitet. Inzwischen wird sie durch den zunehmenden Einsatz von KI-Anwendungen wie ChatGPT als vermeintlich aktueller Informationsstand immer weiter reproduziert und transportiert. Anleger, die sich auf solche KI-generierten Informationen verlassen, orientieren sich womöglich an diesen vereinfachten Empfehlungen.

Doch für viele europäische Anleger war das Jahr 2025 eine Überraschung: Die publizierten Renditen globaler ETFs auf den MSCI World Index von Anbietern wie iShares, Vanguard und Co. lagen oft deutlich über dem, was am Ende im eigenen Depot angezeigt wurde. 

Der Grund: Die üblichen Publikationen wie etwa Fonds-Factsheets werden oft in US-Dollar ausgegeben, während Depots hierzulande in Euro geführt werden. Das kann zu erheblichen Abweichungen führen – vor allem dann, wenn sich die Wechselkurse stark bewegen wie derzeit.
 

Warum Währungen 2025 den Unterschied machten

Betrachtet man zum Beispiel den MSCI World, so erzielten amerikanische Anleger mit einem ETF auf den MSCI World im Jahr 2025 mehr als 18 % Rendite. Euro-Anleger kamen dagegen nur auf bescheidene 6 %. Ursache hierfür war vor allem die Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro

Eine Kursbewegung des US-Dollars von mehr als 11 % gegenüber dem Euro erklärt diese Diskrepanz: Ein Wertpapier in US-Dollar, das Anfang 2025 noch 100 Euro wert war, würde Ende des Jahres also nur noch rund 89 Euro einbringen, selbst wenn sich ihr Kurs nicht verändert hätte. Bewegungen im Wechselkurs können den inländischen Anlageerfolg also spürbar beeinflussen.

US-Dollar-Wechselkurs zum Euro: 2025 wichtiger Rendite-Faktor

Monatswerte bis November 2025, Quelle: Statista / finanzen.net, Stand: 03.12.2025.


Währungsentwicklung bleibt auch 2026 im Fokus

Auch wenn Wechselkurse schwer vorhersehbar sind, deuten vor allem folgende Punkte auf eine weitere Dollarschwächung für 2026 hin: 

  • Ein schwächerer US-Dollar gehört ausdrücklich zu den wirtschaftspolitischen Zielen der Trump-Administration, um US-Industrie im globalen Wettbewerb zu stärken.
  • Mit der Neubesetzung an der Spitze der Fed im Frühjahr dürfte der Einfluss der Regierung auf die Entscheidungen der Zentralbank weiter steigen. Ihre Zinspolitik ist einer der entscheidenden Hebel zur Veränderung des globalen Währungsgefüges.
     

Was Anleger daraus mitnehmen können

Gerade in einem Umfeld, in dem der US-Dollar gegenüber dem Euro schwächer tendieren könnte, sollte die Bedeutung von Währungen für die eigene Anlage nicht unterschätzt werden. Renditen, die auf den ersten Blick stark erscheinen, können im Euro-Depot am Ende merklich geringer ausfallen, wenn Wechselkursbewegungen nicht berücksichtigt werden. 

Europäische Anleger mit einem Depot in Euro haben folgende Möglichkeiten, um die Auswirkungen einer weiteren US-Dollar-Abschwächung im Portfolio zu vermindern:
 

Aktive Fonds mit Währungsmanagement

Aktive Fondsmanager haben die Möglichkeit, Titel in ihren Aktienfonds, Mischfonds, Multi-Asset-Fonds oder Fonds anderer Kategorien so zu selektieren, dass die Rendite in Euro optimiert wird. Dabei kann das Währungsrisiko bewusst berücksichtigt und je nach Marktlage reduziert oder gesteuert werden. Ziel ist es, unerwünschte Wechselkurseffekte im Portfolio zu begrenzen, ohne dass gleich eine vollständige Absicherung zwingend erforderlich ist.

ETF vs. aktive Fonds
 

Gehedgte Fonds zur vollen Währungsabsicherung

Der einfache Kauf einer Euro-Anteilklasse eines ursprünglich in US-Dollar nominierten Fonds reicht nicht aus – hierbei findet lediglich eine Währungsumrechnung statt. Eine echte Absicherung gegenüber Währungsrisiken ist in der Regel durch ein „hedged“ in Fondsnamen erkennbar. Durch diese systematische Absicherung kann das Währungsrisiko im Anlageportfolio weitgehend eliminiert werden.
 

Kosteneffizienz steigern

Kunden von FondsSuperMarkt sparen sich dauerhaft die meisten Kosten, die ihre Rendite sonst schmälern würden:

  1. 100 % Rabatt auf den Ausgabeaufschlag beim Fondskauf (Einmalanlage & Sparplan)
  2. Kostenlose Depotführung

Diese Kostenvorteile helfen, die Auswirkungen von Markt- und Währungsschwankungen auf den Anlageerfolg spürbar zu reduzieren.

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Fazit

„Einfach-und-Billig-Lösungen“ in Form von schlichten passiven ETF-Produkten ohne professionelles Management könnten in den nächsten Jahren immer wieder zu enttäuschten oder sogar frustrierten Anleger führen. Angesichts zunehmend turbulenter Währungsmärkte gewinnt aktives Management weiter an Bedeutung.

Wechselkursbewegungen bleiben im Jahr 2026 ein wichtiger Faktor für die tatsächliche Rendite in Euro-Depots, insbesondere bei global ausgerichteten Investments. Wer diese Zusammenhänge berücksichtigt, sein Depot gezielt strukturiert und zugleich auf Kosteneffizienz achtet, schafft bessere Voraussetzungen für einen langfristigen Anlageerfolg.

Welche weiteren Risiken bei stark vereinfachten, passiven Fonds und ETFs entstehen können, haben wir bereits in einem früheren Beitrag zum Thema Klumpenrisiken bei ETFs beleuchtet.

Haben Sie noch Fragen? Kommen Sie gerne auf uns zu - entweder per E-Mail oder telefonisch unter 09371 - 94 867 256.

Ihr Team von FondsSuperMarkt


Rechtlicher Hinweis: Die bereitgestellten Informationen stellen keine Empfehlungen dar und dienen nicht der Anlageberatung. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.